Bevor wir zur Ausmist-Challenge kommen, stell dir Folgendes vor
Du betrittst dein Zuhause und egal wohin du schaust, du siehst nur ausgewählte Gegenstände, die eine positive Bedeutung für dich haben und sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen.


Deine Schränke sind übersichtlich sortiert. In der Küche sitzt jeder Handgriff, wenn du etwas aus Schubladen oder Hängeregalen nimmst, denn jeder Gegenstand hat seinen festen Platz. Die Ordnungsstrukturen sind deinem natürlichen Weg durch dein Zuhause angepasst, so dass du möglichst kurze Wege zu einer Gebrauchsgruppe hast.


Beim morgentlichen Anziehen, suchst du dir ein Outfit aus, das dir zu 100% gefällt, dir passt und deine Perönlichkeit unterstreicht. Dies fällt dir leicht, denn dein Kleiderschrank ist nicht zu voll und er besteht nur aus Liebligsteilen, die übersichtlich präsentiert und schon nach dem Zusammenpassen sortiert sind.

Im Arbeitszimmer regt dich deine übersichtliche Gestaltung zu motivierter Arbeit an. Du hast bereits alles ausgemistet und abgearbeitet, das dir ein ungutes Gefühl gegeben hätte oder dich an Unliebsames erinnert hätte.

Die Möbel und Einrichtungsgegenstände sind in den Räumen so platziert, dass sie genug Raum und Licht zum Wirken haben. Wenn du dich umschaust, gefällt dir jede Ecke deines Zuhauses. Du empfindest jeden Tag erneut Freude über dein Daheim und kannst dich rundherum wohl fühlen.

Wenn du etwas kaufst, dann ganz bewusst und anstatt eines Gegenstandes, den du durch den Neuen austauschst. Dein minimalistisches Konsumverhalten richtet sich nur nach deinem tatsächlichen Bedarf. Daraus ziehst du Befriedigung und Glück, da sich das Leben so leichter und freier anfühlt.

Dein täglicher Aufwand alles sauber und ordentlich zu halten ist so gering, dass du plötzlich Raum und Zeit für dir angenehmere Tätigkeiten hast. Außerdem regt dich deine Umgebung dazu an, dich frei und gelöst auf die wichtigen Dinge im Leben, z. B. auf Beziehungen zu anderen Menschen, zu konzentrieren. Du kannst zu jeder Zeit Gäste empfangen, wenn du das möchtest, da es bei dir immer einladend aussieht und Sitzplätze oder Oberflächen nicht belagert sind.

Du hast ein echtes, zufriedenes Daheim-Gefühl, wenn du dich in deinen Räumen aufhältst. Dies bezeichne ich als gesunden Minimalismus: Gerade genug zu besitzen, um sich wohl zu fühlen, aber auch wenig genug, um sich nicht belastet zu fühlen.

Äußeres aber auch inneres Ausmisten
Mit der räumlichen Veränderung und dem Vorgang des Loslassens geschehen auch bei dir tiefe Veränderungen, da du automatisch Themen deines Lebens betrachtest. Vielleicht entdeckst du ungestillte Bedürfnisse, die gehört werden sollten oder Unzufriedenheiten, die du verändern möchtest. Durch das Aussortieren kannst du dich sowohl äußerem als auch innerem Ballast entledigen oder ihn zumindest unter die Lupe nehmen, so dass du besser über dich Bescheid weißt und weitere Schritte gehen kannst. So kann aus der Ausmist-Challenge auch eine Challenge mit sich selbst und seinenm Inneren werden. Falls du hierbei Unterstützung suchst: Ich biete auch PSYCHOLOGISCHE ONLINE-BERATUNGEN an. Schau bei Interesse gerne hier einmal vorbei.

Um genau das zu erreichen, kann dir folgende Ausmist-Challenge helfen
Schritt 1 (maximal eine Woche)
Verschaffe dir einen Überblick über deine gesamte Kleidung. Sortiere heute mindestens 10 Kleidungsstücke aus, die du sowieso nicht mehr anziehst und spende sie für andere oder gibt sie in einem Second-Hand-Laden ab. Widerhole diesen Vorgang bis du nur noch Lieblingsstücke in deinem Schrank hast, die dir aktuell passen, gefallen und deine Persönlichkeit unterstreichen. Sortiere anschließend deine Lieblingsstücke nach Farben oder nach Kombinationsmöglichkeiten und erfreue dich jeden Tag daran.
Schritt 2 (maximal eine Woche)
Durchforste deinen Buchbestand, deine Blue Ray oder DVD-Sammlung oder andere Sammlungen und sortiere mindestens 10 Dinge aus. Wiederhole diesen Vorgang auch hier, bis nur die wichtigen Exemplare, die du wirklich besitzen möchtest, übrig bleiben. Trenne dich auch von Büchern, Filmen oder Musik, die du bereits in digitaler Version besitzt oder dort bekommen könntest.
Schritt 3 (maximal 4 Wochen)
Sortiere deine Zettelwirtschaft, Unterlagen, Zeitschriften oder Ordner aus und wirf weg, was du nicht mehr benötigst. Vieles ist heute digital auffindbar und benötigt keine Sicherung in Papierform. Dieser Schritt wird voraussichtlich am längsten dauern, da du wahrscheinlich jedes einzelne Blatt betrachten musst, um zu entscheiden, ob du es noch brauchst. Hüte dich davor, etwas zu behalten „damit du dich immer wieder daran erinnern kannst“. Falls solche Gedanken kommen, mach ein Foto davon und verabschiede es.
Schritt 4 (maximal eine Woche)
Nimm dir alle Schränke deiner Küche und des Vorratsschrankes/ der Vorratskammer vor. Sortiere Gleiches zu Gleichem und behalte nur das, was du wirklich oft verwendest. Alles andere darf gehen. Mache damit anderen eine Freude und verschenke die Dinge. Gerade Kunststoffbehälter sind oft im Übermaß vorhanden und können deutlich reduziert werden. Schau auf das Haltbarkeitsdatum der Vorräte und sortiere auch hier aus, was du bis dahin voraussichtlich nicht verwertest und verschenke es. Dein Medikamentenschrank sollte ebenso auf dem neusten Stand sein. Wirf abgelaufene Medikamente weg.
Schritt 5 (maximal eine Woche)
Nun ist das Badezimmer an der Reihe. Breite alle Badutensilien auf dem Boden aus und veschaffe dir einen Überblick. Behalte nur, was du tatsächlich benötigst. Alles andere darf gehen. Verfahre ebenso mit Handtüchern, Kosmetika und Waschutensilien, gerade bei denen, die sichtbar aufbewahrt werden. Achte dabei auf eine schöne Anordnung.
Schritt 6 (maximal 3 Wochen)
Falls du einen Kellerraum, einen Dachboden und /oder eine Garage besitzt, mache hier weiter. Schau in jede Kiste und sortiere aus, was du seit über einem Jahr nicht mehr gebraucht hast. Entledige dich auch der vielen Dinge, die du irgendwann einmal reparieren wolltest und es bis jetzt nicht geschafft hast. Sortiere das Übriggebliebene in beschriftete Kisten oder stelle alles sichtbar in Regale. Sortiere deine Werkzeuge, dein Autoequipment usw. in einzelne Kisten oder Schränke. Werkzeug solltest du so aufbewahren, dass alles seinen festen Platz hat und du jedes mit einem Griff herausnehmen kannst.
Schritt 7 (maximal zwei Wochen – mache Pausen, wenn du gerade nicht loslassen kannst)
Nun kommt der schwerste Part. Nimm jedes Ding mit emotionalem Wert in die Hand und lass los, was nicht mehr unbedingt bei dir bleiben soll – und zwar, weil es dir richtig gut gefällt. Wenn du es nur noch hast, weil du Angst hast, eine Erinnerung aufzugeben oder jemanden zu verletzen, wenn du es weggibst, dann mache davon ein Foto und lass es los. Hebe nichts „für später einmal“ auf, denn du lebst jetzt. Gedanken und Gefühle, die du an den Gegenstand knüpfst, sind eigentlich in dir selbst zu finden. Der Gegenstand ist nur Symbol, und das kann ein Bild davon auch übernehmen. Je mehr du bei diesem Schritt loslässt, umso mehr Platz machst du für neue Gedanken, für Leichtigkeit und Lebensfreude im Hier und Jetzt. Erinnerungen sind schön und wertvoll. Wenn sie dich aber öfter gedanklich in der Vergangeheit halten, dann darfst du sie jetzt loslassen. Täglich sichtbar sollten nur noch Dinge sein, die dich erfreuen und dir gefallen, die du auch jeden Tag bewusst sehen möchtest. Einen tollen Effekt hat es, wenn du die übriggebliebenen Gegenstände dekorativ und ästhetisch ansprechend ausstellst.
Schritt 8 (letzter Schritt – laufender Prozess, der Freude bringt)
Wenn du diese Schritte gegangen bist, wirst du vielleicht bemerken, dass du manches Möbelstück nicht mehr benötigst, da Regale oder Schränke plötzlich leer sind. Reduziere auch hier auf Stücke, die dir sehr gut gefallen und richte jeden Raum so ein, dass er dir im Gesamtbild gut tut.
Was bleibt jetzt noch zu tun?
Das Wichtigste: Feiere dich und deine gelungene Ausmist-Challenge, deinen Prozess des Loslassens. Schwelge in deiner Heldentat, klopf dir auf die Schulter und überlege dir eine Belohnung, die dir gut tut. Nutze die gewonnene Zeit und Leichtigkeit bewusst für wirklich schöne und berührende Momente. Maximal ein Leben lang 😉

Herzlichen Glückwunsch zu deinem Erfolg, du verdienst es glücklich und zufrieden leben zu können!
Falls du Unterstützung bei diesem Prozess möchtest, melde sich gerne unter KONTAKT bei mir. Ich freue mich darauf, dich zu begleiten.
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