Was ist Wohnpsychologie?
Die Wohnpsychologie ist eine realtiv junger Zweig der psychologischen Wissenschaft. Sie verbindet Elemente der Umwelt, Entwicklungs-, Sozial- und Wahrnehmungspsycholgie mit den Fachgebieten der Neurowissenschaft (Gehirnforschung), der Architektur und der Innenraumgestaltung.
Die Wohnpsychologie beschäftigt sich mit Fragen nach einem menschengerechten Lebensraum, nach der Wirkung dieser Räume auf das Erleben, das Verhalten, die Entwicklung eines Menschen und auf die zwischenmenschlichen Beziehungen.
Welche Kriterien müssen Räume erfüllen, so dass sie positiv auf die Menschen wirken können, die darin wohnen? Dabei spielen WOHNBEDÜRFNISSE und -VORLIEBEN, z. B. Höhle versus Zimmer mit Glasfront, Lichteinfall, Beleuchtung, Farben, Formen, Strukturen, Materialien, Lebendigkeit, Nutzungsänderungen, Klarheit, ANEIGNUNGSGRAD usw. in Bezug auf die Individuen, die sich darin aufhalten, eine wichtige Rolle. Wie kann also die Wohnqualität und damit auch das Befinden erhöht werden?
Abgrenzung zu anderen Modellen
Abzugrenzen ist die Wohnpsychologie von Modellen, wie z. B. dem Feng Shui, da es hier vor allem um Raumdogmen geht, die es einzuhalten gilt. Ebenso abzugrenzen ist die Wohnpsychologie von reinen Wohntrends oder Wohnvorgaben der Möbel- und Dekorationsindustrie. Die genannten Gebiete können gerne zur Inspiration herangezogen werden, sollen in der wohnpsychologischen Beratung aber nicht über die Wohnbedürfnisse der Bewohner gestellt werden. Wohnpsychologie geht vom Menschen aus und sorgt dafür, dass eine größtmögliche Passung zwischen dem Individuum und seiner Wohnumwelt geschaffen wird. Es geht also nicht nur um Wohlfühlthemen, sondern vielmehr um die menschliche Existenz insgesamt.
Wie können wir die Wohnpsychologie für uns nutzen?
Wir verbringen mehr als 90 % unserer Lebenszeit in geschlossenen Räumen (vgl.: G. W. Evans & J. M McCoy: When buildings don’t work. Journal of Environmental Psychology. Academic Press. Cornell University, Ithaca, U.S.A..1998.). Was macht das mit uns? Was brauchen wir? Wie beeinflussen Größe, Licht, Farben, Materialien, Geräusche, Gerüche und Einrichtungsgegenstände unser Leben? Eine Vielzahl an Stimuli, also Sinnesreizen, wirken permanent aus unserer Wohnumwelt auf uns ein. Sie beeinflussen sowohl unser Befinden, als auch unser gesamtes neuronales und kognitives System, also unser Nervensystem und unser Gehirn. Dadurch werden unsere Gefühle, Gedanken, Einstellungen, Handlungen und somit das Verhalten insgesamt mitbestimmt.
Unser Wohn- und Lebensraum beeinflusst unsere persönlichen Reifungsprozesse und Entfaltungsmöglichkeiten. Das betrifft sowohl die Entwicklung von Kindern als auch die Lebenszufriedenheit von Erwachsenen bis ins Alter.
Die Art des Wohnens wirkt sich auf das zwischenmenschliche Zusammenleben aus. Ob ein Miteinander, Gegeneinander oder Nebeneinander entsteht, ist zum Teil abhängig von den räumlichen Gegebenheiten. Gibt es Orte des gemeinsamen Miteinanders, in denen sich alles Bewohner gleich wohl fühlen? Treffpunkte, die entspannend wirken, andere, die anregend gestaltet sind? Gibt es genug Rückzugsorte für jedes Individuum? Räume können Konflikte vorprogrammieren oder eben entschärfen, sie können Kontakte unterbinden oder eben fördern.




Die Kraft der Räume
Die Kraft der Räume geht aber noch viel weiter. Sie können Stress erzeugen oder einen beruhigenden Effekt haben. Räume können den Menschen psychosomatisch beeinträchtigen, bis hin zu einer Erkrankung. Sie können aber auch Heilungsprozesse unterstützen.
Nahezu alle (zwischen)menschlichen Ebenen werden von unserem direkten Wohnumfeld beeinflusst.




Wohnpsychologie kann also dazu beitragen, Lebensräume menschengerecht zu gestalten. Sie kann Mängel, Beeinträchtigungen und Defizite in positive Effekte verwandeln.




Wohnpsychologische Beratung
Christina Beckerle • Wohnpsychologie • Homestaging
In meiner Beratung gehen wir auf deine Bedürfnisse ein und stellen uns verschiedene Fragen, wie z. B.:
Was sind deine Wohnbedürfnisse und Wohnvorlieben?
Wie wirkt dieser Raum auf dich? Wie fühlst du dich, wenn du dich darin länger aufhältst?
Gibt es einen Grund, warum du dich in deinen Räumen nicht mehr wohl fühlst?
Wie kannst du dir deine Räume wieder aneignen, so dass diese positiv auf dich wirken können?
Ich helfe Menschen bei der Einrichtung und (Um-)Gestaltung ihrer Räume als wichtige Faktoren der Lebenszufriendenheit. Dabei geht es nicht um die reine Raumkosmetik oder um vorgegebene Raumdogmen, vielmehr gehe ich vom Menschen aus und fokussiere mich darauf, was du als Individuum brauchst, um dich rundherum wohlfühlen zu können und setze dies gemeinsam mit dir um.
Falls du dich mit dem Thema AUFRÄUMEN/ AUSMISTEN/ MINIMALISMUS beschäftigen möchtest, hier geht es zum Blogbeitrag
Wir können gemeinsam dein Daheim-Gefühl vergrößern!
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Ich freue mich darauf, dich begleiten zu dürfen.
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